Eklogit-Fazies


 

P-T-Bereich:

1,0-1,8GPa, >500°C

 

Allgemein:

Bei dem Gestein, welches Namenspatron für diese Fazies ist, handelt es sich um Metabasite, die hauptsächlich aus Granat + Clinopyroxen bestehen. Diese werden bei Drücken über 1,2 GPa gebildet, bei denen Plagioklas in metabasischen Stoffbeständen nicht mehr stabil ist.
Es werden Niedrig-, Mittel- und Hoch-Temperatur-Eklogite unterschieden.

 

Paragenese:

  1. Niedrig-Temperatur-Eklogite (früher auch Typ-C-Eklogite genannt), 1.2-2.0 GPa und 400°C-600°C:
    Diese sind häufig mit Blauschiefern als Bestandteil hochdruckmetamorpher Ophiolithe vergesellschaftet. Deren Paragenese besteht aus Granat + Omphacit ± Epidot ± Glaukophan ± Rutil ± Phengit ± Paragonit ± Quarz.
  2. Mittel-Temperatur-Eklogite (teilweise entsprechend früheren Typ-B-Eklogiten), 1.4-2.5 GPa und 600°C-800°C:
    In amphibolit- und granultifaziellen Gneisarealen sind diese als Einschaltungen zu finden. In der Paragenese liegen die Minerale Granat + Omphacit ± Disthen ± Rutil ± Ilmenit ± Hornblende vor.
  3. Hoch-Temperatur-Eklogite (entsprechend meist dem früheren Typ-A-Eklogit):
    Diese kommen als Xenolithe in Kimberliten und als lagige bis gangförmige Einschaltungen in massiven Granat-Peridotiten vor. Sie entstehen im Erdmantel durch (teilweise) Kristallisation von basaltischen Schmelzen mit anschließender Umkristallisation.
    In der Eklogit-Fazies rekristallisierte Metapelite führen Talk + Phengit + Disthen (= Weißschiefer). Noch höhere Drücke provozieren die Reaktion:

Talk + Disthen  -->  Pyrop + Coesit + H2O

Gesteine mit der Paragenese Pyrop + Coesit wurden in den Westalpen (Dora Maira) gefunden.

 


Stand: 18. August 1999