Partielles Schmelzen


 

 

 

Partielles Schmelzen

 

 

Allgemein:

Partielle Schmelzbildung im Eduktgestein kann durch eine Änderung der intensiven Zustandsvariablen, Zufuhr einer Fluidphase oder einer Kombination aus beidem in Gang gesetzt werden. Im Aufschmelzgrad wird die Menge an aufgeschmolzenem Material wiedergegeben. Eduktgesteine basaltischer Primärschmelzen besitzen einen Aufschmelzgrad von unter 20%. Komatiite dagegen entstanden bei Aufschmelzgraden von ca. 50%.

Die Minerale des Eduktgesteins enthalten Spuren an chemischen Komponenten, z.B. Elemente wie U, Pb, Nb, Zr, etc., deren Menge in diesem Mineral mit der Bildung einer Schmelzphase nicht mehr konstant bleibt. Je nach Aufschmelzgrad und Modalbestand des Eduktgesteins kommt es zu einer charakteristischen Verteilung einer solchen chemischen Komponente zwischen der Schmelze und den einzelnen Mineralen. Diese charakteristische Verteilung findet im Verteilungskoeffizienten Niederschlag, welcher den Quotienten der Konzentration der chemischen Komponente in Phase A durch die Konzentration der chemischen Komponente in Phase B darstellt.

 

 

Gleichgewichtsschmelzen:

G

 

 

Kristallfraktionierung:

g

 


Stand: 06. August 1999