Vulkanismus


 

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Blasenbildung in aufsteigenden Magmensäulen

 

 


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Blasenbildung in aufsteigenden Magmensäulen

In einer zur Erdoberfläche steigenden und dort eruptierenden Magmensäule, sind meist Fluide (H2O und CO2) in überkritischem Zustand gelöst. Während des Aufstiegs nimmt der Druck in der Säule zunehmend ab, wobei die Fluide unter beträchtlicher Volumenzunahme in den gasförmigen Aggregatzustand überwechseln. Die damit einhergehende Dichtereduktion beschleunigt den Magmenaufstieg fortwährend. Die Gasblasen wachsen immer weiter, bis sie maximal 75% des Volumens einnehmen und das Magma wie seifiges Wasser zwischen Schaumblasen, einen nur noch dünnen, aber noch zusammenhängenden Film um die Gasblasen bildet. Bei weiterer Druckentlastung zerplatzen die Blasen, und mit Überschallgeschwindigkeit schießt ein nunmehr mit Lavafetzen versehenes Gaskontinuum in einer fortdauernden, gewaltigen Explosion eruptiv an die Erdoberfläche und über sie hinaus.
Basische bis granitische Magmen eruptieren plinianisch, ultrabasische dagegen strombolianisch.
Zur Nukleation von Blasen ist eine nur geringe Übersättigung (< 1Mpa) der volatilen Komponenten nötig. Dementsprechend ist der eben beschriebene Prozess bei zügigem Magmenaufstieg bis zur Erdoberfläche die Regel.

Verwandte Literatur:

[10 (24ff)]

 


Stand: 08. August 1999